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Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel!

Wenn man auf dem Weg zum Gipfel nur den Berg im Blickfeld hat, dann kann man leicht über einen Maulwurfhügel stolpern. Dieser Blog soll mir dabei helfen, die kleinen Etappen des Lebens zu erreichen, und am Ende auf dem Gipfel zu stehen! Und natürlich soll er mich an diese Erlebnisse lange erinnern.

Es ist jeder herzlich eingeladen meinen Horizont durch seine Sicht der Dinge zu erweitern, und mich dadurch in jedem Fall meinen Zielen ein Stück näher zu bringen.







Hundskopf 2.243 m.ü.d.M

 Mittwochnachderarbeit und wieder mal eine schöne Tour in die Berge. Diesmal haben wir uns den Hundskopf ausgesucht. Ist mit ca. 700 Hm nicht wirklich weit zu gehen, aber knackig und wunderschön.

Wenn Martin am Berg ist, bekommt er sein Grinsen aus dem Gesicht nicht mehr raus. Der kurze "Felix Kuen Klettersteig" auf den Hundskopf ist nicht anspruchsvoll, der Ausblick in das Vomperloch und in das Inntal ist jedoch immer wieder ein Seelenschmeichler.

Meine Bitte mal ein paar gute Fotos von mir zu bekommen scheint auf fruchtbaren Boden gestoßen zu sein, bei diesem Bild hat sich Martin geradezu verausgabt so schön ist es geworden.

 Da wir beide keinen Fotoapparat mit hatten, machte Martin das Gipfelfoto eben mal aus dem Handgelenk.

Der Abstieg über den Ostgrat ist nicht für jedermann geeignet. Wenn man aber Schwindelfrei ist, und Trittsicher den Weg zur Hinterhornalm absteigen kann, dann ist dieser Abstieg ein Erlebniss das man sich auf jeden Fall gönnen sollte. 

Schrankogel 3.497 m.ü.d.M über Amberger Hütte

Unerwarteter Wintereinbruch Ende Juli, das ist kein gutes Wetter für unsere geplante Hochtour auf den Schrankogel. Wir gingen trotz leichtem Regen gestern Nachmittag auf die Amberger Hütte, um mit ein paar Bierchen Holzi´s 42er zu feiern. Dieses Vorhaben war ein voller Erfolg, wir hatten viel zu Lachen. 

 So hat es heute auf der Amberger Hütte ausgesehen, Winterliche Verhältnisse bei Null Grad. Ist aber schön anzuschauen, oder?

 Alles Gute zum Geburtstag altes Haus,
 hast dich gestern beim feiern und heute beim Aufstieg gut geschlagen. So alt und trotzdem bei diesem Wetter in den Bergen, andere sitzen da vor dem Kamin ;.) aber du stehst auf einem Moränenenrücken auf 2.800 m.ü.d.M

 Ab dem Hohen Egg auf 2.820 m.ü.d.M ging es über den Süd-Südwestgrat in Richtung Gipfel. Die gesamte Tour ist ausreichend markiert, aber bei diesen Verhältnissen musste man die roten Punkte ausgraben. 

 Gut das Martin mir sein zweites Paar Snowlines geliehen hat, ohne Spikes wären wir wahrscheinlich nicht auf den Gipfel gekommen. Diese Teile sind wirklich genial, aber die heutige Tour war schon das äußerste was die Dinger leisen können. Bei Martins Snowlines ist der Gummi gerissen, aber die Auswirkungen ziehen in diesem Fall keine jahrelangen Zahlungen nach sich. 

 Die letzten 200 Hm waren dann schon etwas grenzwertig zu bewältigen, wir kraxelten vorsichtig und sehr bedacht von einem verschneiten Fels über den nächsten. Teilweise ausgesetzte Stellen waren knackig, aber bei diesem Nebel sieht man ja sowieso nicht bis ganz runter. Martin lacht sogar, verrückt oder?
 
 Meine nagelneue Goretex Jacke von Lafuma (ein Schnäppchen bei Hervis um € 119,00) ist die erste Wasserdichte Jacke die ich mein eigen nennen darf. Feinster Stoff der mich trocken und warm hält.

So ein sch...önes Wetter, und wir sind auf 3.497 m.ü.d.M. mit grandios weißem Ausblick. Diesen Gipfel haben wir uns heute wirklich verdient, ich liebe es wenn die Natur ihre raue Seite zeigt. Für die 1.460 Hm brauchten wir 3,5 Std rauf, und 3 Std. zurück auf die Amberger Hütte. Von dort benötigten wir noch einmal 1 Std. bis zum Auto, der Abstieg schlug sich heute mit knapp 2.000 Hm zu buche. 

Kuhlochspitze 2.297 m.ü.d.M über Solsteinhaus

 Kurzentschlossen machte ich mich gestern noch um 10:30 Uhr auf den Weg in die Berge. Da ich keine Zeit für Planung hatte ging ich einfach in Richtung Solsteinhaus. Dort angekommen wollte ich eigentlich auf die Erlspitze, aber irgendetwas zog mich dann doch auf die Kuhlochspitze. War kein Fehler wie sich herausstellte.

 Auf diesem Bild sieht man gut den Weg vom Solsteinhaus in Richtung Erlspitze und Kuhlochspitze. Im Hintergrund des Solsteinhauses die schönen Gipfel "kleiner Solstein" und "großer Solstein".

 Der Weg war teilweise gespickt mit gesicherten Steigen. Es sieht schlimmer aus als es ist, ich traf zwei Familien mit Kindern so um die 10-12 Jahre beim Abstieg vom Gipfel. Natürlich mit Klettersteigset und gut bei Papa gesichert. Respekt!

 Wieder einmal ein Gipfel für mich! 
Die Route - Hochzirl bis Solsteinhaus in 1 Std. 30 Min. - Solsteinhaus bis Kulochspitze 1 Std. 15 Min. und der Rückweg über das "Kreuzjöchl" dauerte dann bis zum Parkplatz Hochzirl noch einmal 2 Std. 20 Min. Zurückgelegte Hm ca. 1.500 in ca. 5,5 Stunden incl. eine Knödelsuppe auf dem Solsteinhaus.


 Die Eppzirler Alm auf der Rückseite der Kuhlochspitze. 

 "Verlasse nie den Weg". 
Dieser Leitspruch hat uns sicher schon mehrmals den Hals gerettet. Ich verließ unabsichtlich den Weg und steckte in diesem Abhang fest. Der war so bröslig dass ein Abstieg unmöglich war. Ich musste mich mit einem Sprung in die Latschen retten, mein Navi zeigte mir dann den Weg der ohnehin gut versteck in den Latschen war. Danke Navi

Bockerltour auf die Neunerspitze

Mittwoch Abend und wieder in die Berge, herrlich einen Sommertag künstlich so in die Länge zu ziehen.
 
Heute Abend sind wir über die Rinner Alm bis zum Jöchelsbründlsteig auf ca. 1.800 M.ü.d.M gewandert, und haben dort unsere

 Bockerl deponiert. Bisher nahmen wir die Bockerl immer mit auf den Gipfel, aber eigentlich ist das ja gar nicht nötig. Ich kann euch sagen, der Jöchelsbründlsteig ist ein wunderschöner Wanderweg durch herrliche Wälder mit knorrigen Bäumen und Almrosen

 mit genügend Bänken zum Rasten und netten Abwechslungen wie z.B. der Summbaum, der eine geheimnissvolle Schrift birgt, die mich heute einen Radler gekostet hat. Eigentlich ist dies die perfekte Tour für Gipfelstürmer die Erholung suchen.

 Die letzten 400 Hm sind durch schroffes Gestein zu wandern. Es ist so schön hier, würde ich Punkte vergeben dann wären es bei dieser Tour mindestens 5 von 5 Alpensternen. Nach 2 Std. 40 Min. und ca. 1.300 zurückgelegten Hm erreichten wir den Gipfel, der auf 2.285 M.ü.d.M liegt, und einen herrlichen Ausblick in das ganze Inntal bietet. Das Wetter hat uns auch nicht im Stich gelassen, nur etwas dunkel war es schon.

Da die heutige Mittwochnachderarbeittour etwas üppiger ausgefallen ist, sind wir erst um 23:30 wieder beim Auto angelangt. Die Forststraße von der Rinner Alm ist in perfektem Zustand und ist für Bockerlfahrten sehr zu empfehlen.

Hiking Biking Tip

Normalerweise bin ich ja verhalten was Empfehlungen von Material angeht, aber hier muss ich mal eine Ausnahmen machen:

Mein Preis Leistungs Tip für Hiking Biking

Auf der Suche nach einem Zeltanhänger bin ich auf dieses Foto gestoßen, ich freue mich wie ein kleines Kind, es handelt sich hier fast schon um Kunst finde ich.

Serles

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Hier wird noch ein Panoramafoto von Martin auf Bestellung von Christian nachgeliefert.

Eines vorweg, ich hätte nicht mit Downhiller auf der Serles gerechnet, aber es gibt sie auch dort, echt Hardcore denn es gibt da einige ziemlich ausgesetzte Passagen, Respekt!

 Tja Mittwoch Abend und große Lust auf Berg. Der Wetterbericht war wie immer nicht auf unserer Seite, aber wir waren wie immer trotzdem unterwegs. Und abgesehen von letztem Mittwoch, wo wir im Vomper Loch mit dem Bike waschelnaß wurden, hatten wir bisher meistens Glück, so auch heute.

Ich war nicht schlecht erstaunt als wir von der Maria Waldrast startend, das Gipfelkreuz der in 2.717 m.ü.d.M gelegene Serles in gerade mal 1,5 Stunden erreichten. Die 1.100 Hm  waren angenehm zu gehen.

 Dies ist eines der Fotos, woraus Martin das Panoramabild machen wird. Gutes Bild.

Manchmal kommt mir dieser Kerl ein wenig komisch vor, hier tanzt er mit dem Kreuz und ich denke er rubbelt da ein wenig ---------- na ja eigenartig eben. Aber jedem was er braucht ;.) Nein Spaß bei Seite, ich hatte heute einen wirklich wunderschönen Mittwochnachderarbeitabend und freue mich schon auf nächste Woche.

Garmin Dakota 20

Dieses wunderschöne, kleine und hoch funktionelle Navi, das Garmin Dakota 20 darf ich seit gestern mein Eigen nennen! Ich wünsche es mir schon eine kleine Ewigkeit. Seit mein Italienisch Kurs am Dienstag für einige Wochen ausfällt, gehe ich sozusagen als Ersatz zum Herrenabend bei Peter, wo mein Schwager Hansjörg und Werner Whisky trinken und Spaß haben. Warum Peter sich in Unkosten stürzte und mir das Navi unvorbereitet in einem Paket auf den Tisch legte kann ich euch nicht sagen, aber so ein schönes Geschenk nicht anzunehmen hätte ich mir nie verziehen! Ich werde es schon irgenwie abarbeiten.


Die Topo Österreich von Garmin hat er auch noch dazugelegt!

Danke Peter!

Heute war ich mit Martin auf der Serles und hatte das Naiv natürlich schon mit. Es funktioniert einwandfrei, ich muss mich natürlich noch etwas damit auseinandersetzen. Das Dakota 20 wird mein ständiger Begleiter, das kann ich euch sagen! Sozusagen ein kleiner Hosentaschen Freund.

Sonnwendfeuer Kuhmesser 2011

Die "termingerechten" Sonnwendfeuer hätten bereits vor einer Woche brennen müssen, aber wer will schon sein Feuer von starkem Regen gelöscht bekommen. Wind und Regen mussten wir gestern auch hinnehmen, das hat uns aber nicht mehr abgehalten endlich zu "zündeln"

Die Flamme konnte durch vorbildliche Teamarbeit so nach ca. einer Stunde entfacht werden, dafür hatten wir aber auch ein Stündchen länger Brennholz, je später der Abend um so kälter der Berg!
 
 Diese pfiffige Idee hat mich gestern stark beeindruckt, hinten sieht man eine Zipferbierdose gefüllt mit Bratwürsten. Ist doch nett oder?

Man möchte meinen es ist schade wenn das Wetter bei geplanten Unternehmungen nicht mitspielt, ich finde das Gegenteil ist der Fall. Der Berg ist immer am schönsten wenn er seine Rauhe Seite zeigt, Frostbeulen erzählen sich auch besser als Sonnenbrand, und wie man sieht scheint hier die Sonne auch im Herzen.

 Teilweise in dichte Wolken verhüllt gab der Kuhmesser unser wunderschönes Feuer nur Zeitweise in das Inntal frei, aber ich bin mir sicher so mancher da unten hat sich darüber gefreut.

Martin und ich haben in unsern Biwaks geschlafen, die anderen schliefen lieber in ihren Betten. Mich interessierte wie sich das Biwi Zelt bei Schei... Wetter schlägt, Martin der Kämpfer ist ohnehin bei jeder Aktion dabei. Ich muss sagen es war wie erwartet, nass und kalt. Trotzdem tat das unserer guten Laune keinen Abbruch bis wir am Morgen aufgebrochen sind um uns mit einem Latte Macciato aufzuwärmen. Ich freue mich schon auf 2012

Das Holz ist wieder oben


Schönes Panoramabild von Martin, schönen Dank!

Schönes Foto, Abendstimmung beim Aufstieg.

Am Samstag ist es soweit. Sonnwendfeuer erhellen die Berggipfel. Wir sind auch wieder dabei. Martin und ich brachten heute noch einige Holzscheite auf den Kuhmesser. Das Holz ist "Sponsert by Gorgi", ein recht sackrisches Donkschian dafür! Holzi hat sein Holzi schon am Sonntag "aufitrogen".

 Martins Nobelpreisverdächtige "Buckelkraxe", Marke Eigenbau. "Respekt", das nenne ich Einsatz.

 Schaut euch diese unglaublich schöne Stimmung an, der Regen bei der "Hohen Fürleg" hat uns beim Abstieg noch erwischt, ist aber schon lange her dass ich am Berg nass wurde. Das "Stallental" schaut aus, als würde es brennen, ich wüsste gerne wie die Sonne da ihren Weg durch das Tal sucht. Sieht irgenwie "diabolisch" aus nicht?

Wieder mal ein Wochentag der in luftiger Höhe den Status "erholsam" erlangte! Ja, Ja, es schaut nicht nur so aus, Martin schleppt doppelt so viel Holz wie ich, aber mein Kreuz wird es mir danken.

Hinterhornalm - Vomperloch - Lamsenspitze - Lamsenjochhütte - Rotwandlspitze - Steinkarlspitze - Hochnissl - Schwaz


Da ich quasi von meinem Bürofenster aus den "Hochnissl" sehe, war es nur Gut und Recht dass ich mir diese Gegend einmal anschaue.
Ich startete also gestern, Samstag Mittag von der "Hinterhorneralm" in Richtung "Vomperloch". Die Abzweigung in das "Vomperloch" ist ca. 5 Min. vor der "Rettenbach Quelle" und ist mit einem roten Punkt auf einem Baum markiert. Die gesamte Tour ist übrigens super markiert und ausreichend gesichert.


Mein Stock zeigt auf eine Katzenleiter, der schmale Steig führte teilweise ganz schön ausgesetzt nach unten bis zu einer Brücke über den Vomper Bach, und dann wieder aufwärts bis zur Abzweigung (Schild Hallerangerhaus, Knappenwald), Rechts abgebogen und nach ca. 20 Min. Abstieg erreicht man nach ca. 3 Std. die "Jagthütte Zwerchbach". Da diese Variante zur "Lamsenjochspitze" mit dem "Auf und Ab" nicht jedermanns Sache ist, kommen auf diesem Weg laut Wirtin nur ca. 20 Gäste pro Jahr in die "Lamsenjoch Hütte". Die meisten starten von der "Eng" aus.

Der Weg links von der Hütte ist der Richtige. Entlang bis zu der Stelle wo zwei Bäche sich treffen, und dann rechts nach oben.


Ich stand immer unter Beobachtung! Manchmal fragte ich mich schon ob ich hier richtig bin, aber die gute Markierung brachte mich sicher und problemlos nach ca. 6 Stunden bis zum "Brudertunnel". 

Eine halbe Stunde später erreichte ich die "Lamsenjochspitze". Ich kann euch sagen das ist ein wirklicher Genuss so am Abend noch auf  2.541 M.ü.d.M feinste Höhenluft zu schnuppern.

Retour zum Brudertunnel und Abstieg (mit Notklettersteigset) in die Lamsenjoch Hütte, diese war zwar offiziell noch geschlossen, aber die Wirtsleute ließen mich trotzdem rein und.......

wussten was ich brauchte. Der Heutige Tag ging nach 8 Stunden, ca. 1.850 Hm im Aufstieg, und ca. 1.390 Hm im Abstieg und 16 km Fußmarsch mit einem Radler und einem Gulasch zu Ende. Ein warmes Plätzchen zum Schlafen fand ich auch.


Schon um 06:30 startete ich heute ohne Frühstück wieder über den "Brudertunnel" in Richtung "Hochnissl"(man sieht ihn gut im Hintergrund). Da ich meinen Bauerntopf nun schon fast 2.000 Hm mitschleppte kochte ich mir kurzerhand auf  der "Rotwandlspitze" nach "Holziart" schon um 08:00 ein Frühstück mit "Nährwert", das ich mit einer Tasse Kaffee vervollständigte. Den heutigen Tag ging ich gemütlich an, es sollte ein Genuß bis zur letzen Minute werden.

 Über die "Steinkarlspitze" erreichte ich die "Hochnisslspitze". Von der "Lamsenjoch Hütte" aus benötigt man dafür (ohne Pause) ca. 2,5 Std. Gut dass ich das "Notklettersteigset" (eine 7 Meter Reebschnur mit Karabiner) seit dem "Brudertunnel nicht abgenommen habe, es gibt reichlich ausgesetzte Stellen mit Seilsicherung, die gesichert angenehmer zu gehen sind. Ein Helm wäre auch nicht schlecht gewesen.


Ab der "Hochnisslspitze" ist der recht unspektakuläre Weg zur "Kawendlrast" in 3 Std. reiner Gehzeit zu bewältigen, ich musste aber noch ein Stündchen bis zum Bahnhof Schwaz anhängen. Der heutige Tag endete also mit 6,5 Stunden Gehzeit, ca. 800 Hm im Aufstieg, und ca. 2.200 Hm im Abstieg und 13 km Fußmarsch. 

2 Tage alleine in den Bergen, viel Zeit zum Denken und Entspannen, herrlich!!!!