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Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel!

Wenn man auf dem Weg zum Gipfel nur den Berg im Blickfeld hat, dann kann man leicht über einen Maulwurfhügel stolpern. Dieser Blog soll mir dabei helfen, die kleinen Etappen des Lebens zu erreichen, und am Ende auf dem Gipfel zu stehen! Und natürlich soll er mich an diese Erlebnisse lange erinnern.

Es ist jeder herzlich eingeladen meinen Horizont durch seine Sicht der Dinge zu erweitern, und mich dadurch in jedem Fall meinen Zielen ein Stück näher zu bringen.







Venedig III Etappe "Lizumer Hütte - Sterzing -Brenner"







Bild 1. Blick von der Wildseespitze Richtung Olperer.

Bild 2. Rast auf der Wildseespitze nahe der Landshuter Europahütte

Bild 3. Auf dem Weg von der Wildseespitze zum Wolfendorn auch Spina del Lupo genannt.

Bild 4. Gipfelfoto auf dem Hohen Riffler 3.231 Hm.
Bild 5. Abstieg vom Hohen Riffler auf das Friesenberghaus mit Blick auf den Schlegeisspeicher. Oberhalb dieses Speichers führt der Höhenweg auf das Pfitscher Joch Haus.

Bild 6. Kurze Rast oberhalb der Landshuter Europahütte, jeder auf seinem Staatsgebiet.

Bild 7. Grenzüberschreitende Bergfreundschaft!


Etappenverlauf:
Start am Samstag 10.07.2010 um 14:40 auf der Lizumer Hütte 2.019 Hm - Gipfel Geier 2.857 Hm- Tuxer Joch Haus 2.313 Hm - Spannaglhaus 2.531 Hm - Gipfel Hoher Riffler 3.231 Hm - Friesenbergerhaus 2.498 Hm - Olperer Hütte 2.389 Hm - Pfitscher Joch Haus 2.275 Hm in Sterzing- Landshuter Europahütte 2.693 Hm - Gipfel Wildseespitze 2.733 Hm - Gipfel Spina del Lupo 2.774 Hm - Ziel am Montag 16:30 am Brenner Bahnhof 1.374Hm


Ca. 4.500 Hm Aufstieg und ca. 5.000 Hm Abstieg in ca. 25 Stunden verteilt auf ca. 2,5 Tage


Etappenbeschreibung:

Da wir beruflich erst nach Mittag starten konnten, leisteten wir uns ein Taxi auf die Lizumer Hütte. Sofort marschierten wir über den Geier in Richtung Tuxer Joch Haus wo wir nach 5 Stunden schon einen Radler und eine Suppe genossen. Bereits müde vom Tag waren wir nicht willig noch weiter zu gehen. Durch die Scheiben des warmen Wintergartens der Hütte wirkte das Spannaglhaus in den eisigen Wänden es Hintertuxer Gletschers zwar beeindruckend, aber zu fortgeschrittener Stunde einfach nicht mehr einladend genug.
Wie sich herausstellen sollte, wurde der Sonntag dafür zu einem richtigen Marathontag! Die Strecke vom Tuxer Joch Haus über die Italienische Staatsgrenze bis zum Pfitscher Joch Haus legten wir inclusive der Besteigung des Hohen Riffler bis zum Abend ohne Probleme in 11 Std. 45 Min. zurück. Das Etappenziel am Sonntag schon zu erreichen beflügelte uns dazu die ursprüngliche Route nach Venedig etwas abzuändern, und von Sterzing wieder retour über den wunderschönen Tiroler Höhenweg immer entlang der Staatsgrenze zum Brenner zu wandern. Dort durften wir noch die grandiose Aussicht von der Wildseespitze und dem Wolfendorn auch Spina del Lopo genannt genießen. Es folgte ein Abstieg über die unberührte Natur oberhalb des Brennersees bis wir direkt den Bahnhof Brenner erreichten.
Mit dem Wetter hatten wir so ein Glück das es schon fast unheimlich erscheint. Von der Friesenbergerscharte absteigend zum Friesenbergerhaus wurden zwei Deutsche Bergsteiger von einer Wetterfront überrascht, die wir aufgrund Martins grandioser Abkürzung über die Geröllfelder zeitgleich von oben betrachten durften. Während wir den Hohen Riffler trocken erreichten, mussten die Deutschen platschnass und ohne Gipfelerfolg weiter in Richtung Dominikus Hütte weiterziehen.
Donnergrollen war ohnehin unser ständiger Begleiter, rabenschwarze Wolken immer irgendwo sichtbar. "Ma che godo" war trotzdem unser Leitspruch, manchmal vielleicht ein wenig "Ma che buzza" aber wir hatten ja noch unseren Warnspruch "Achtung, meditatives gehen" was blitzartig eine Abstandsvergrößerung zur Folge hatte.
Geschlafen haben wir nicht wirklich gut in den Lagern der Hütten. Das lag zum einen wahrscheinlich an den schweren Beinen, zum anderen wäre uns bivakieren lieber gewesen. Aber in solchen Höhen siegt die Vernunft, eine sichere Herberge verlockt bei Dämmerung mehr als die Abenteuerlust zweier Bergfaxen unter freiem Himmel zu schlafen. Wird schon noch Martin!
Italien haben wir also schon erreicht, wie es weiter geht noch nicht wirklich festgelegt. Wenn möglich halten wir uns an Gerald Aichners Buch "Die Bergtour ans Meer", aber da wir die Strecke in Etappen zurücklegen haben wir etwas mehr Spielraum für Gipfelerfolge als Aichner und seine Frau.
Bisher dürfen Martin und ich auf dem Weg nach Venedig über die Alpen auf beeindruckende Berglandschaften, Murmeltiere und Schneehühner, Wetterspiele, Tonnenschwere Beine und vor allem eine tiefe Bergfreundschaft zurückblicken.
Ich verbuche jede Minute als unvergessliches Erlebnis das mein Leben prägt und meine Seele formt.




Bettelwurfhütte







Endlich ist Martin wieder im Lande und die Mittwoch Abende können sinnvoll genutzt werden. Gestern stand die Bettelwurfhütte auf dem Plan. Gleich nach der Arbeit mit dem Auto zur 2 Ladhütte und los ging´s. 1,5 Std. für 1.000 Hm ist Ok. Wir hatten uns ja schließlich einiges zu erzählen. Ich kann es gar nicht richtig in Worte fassen wie befreiend es sein kann, wenn man zu einigen Deutschen die nach diesem Aufstieg mit geschwelter Brust ins Tal schauen sagt: " Ach wir trinken hier nur nach der Arbeit ein Gläschen, gehen aber gleich wieder nach Hause". Und das auch noch kurz vor der Fußball WM Niederlage gegen die Spanier. Fast hätten die mir Leid getan.
Am Wochenende starten Martin und ich die Etappe III nach Venedig ab der Lizumer Hütte soweit wir kommen, die Holzis fahren in ihren verdienten Sommerurlaub, und meine Kid´s gehen in die langersehnten Sommerferien.
Die Fam. Halltaler wünscht den Holzis einen genussvollen, erholsamen und sonnenreichen Urlaub und freuen sich auf ein Wiedersehen.



Neue Trekkingstöcke

Oft muss ich daran denken wie Martin leise und bitterlich sagte, "bitte nicht wieder ohne Stöcke"
Das kam daher, weil meine Stöcke einmal auf dem Weg zur Seegrube nicht einzustellen waren, und ich vom Ihm einforderte das auch er ohne Stöcke auf seine Hausstrecke gehen müsste. Schließlich geht das "Tier" die Grube unter einer Stunde, was sollte ich denn machen! Martin tat mir den Gefallen, und hat es scheinbar bis heute nicht verarbeitet. Und jedesmal wenn ich an meinen alten Stöcken herumdrehe dann höre ich diesen Satz. Daher.........

wie gut dass im "Sporter Witting" gerade die Aktion - 30% war als ich zufällig am Freitag hineinschaute. Eine gute Gelegenheit Stöcke für "the Trekk to Venezia" zu besorgen.

Wenn schon dann mal was nur vom Feinsten. Carbon im oberen Drittel und unten bester Alu in oval gehalten. Super Federung mit 100% iger Belastbarkeit für jede Tour das ganze Jahr über.

Super Gefühl so ein neues Guzzi, ja das hamma uns verdient!

Familienwanderung zur Lizumer Hütte












Kurz entschlossen gaben wir Vickys Vorschlag nach, ein Familienwochenende auf der Lizumer Hütte zu verbringen. Nach ca. 4 Stunden, die wir uns mit Brückenbauen, singen und Kaulquappenfangen in Richtung Hütte bewegten, sind wir am Ziel angelangt.
Nach einem wirklich guten Mittagessen verbrachten wir den Nachmittag auf der Hauseigenen Kletterwand, und nach dem wieder wirklich guten Abendessen veranstalteten wir noch eine zünftige Juli Schneeballschlacht auf einem der wenigen Schneefelder inmitten von Almrosen.
Die Zimmer auf der Lizumer Hütte sind wirklich schön, die Sanitäreinrichtungen sauber und die Hüttenausstattung tip top. Den Wirtsleuten ein Kompliment für Küche und Service, auch beim Preis gaben Sie uns Mehrkindrabatt!
Am nächsten Tag machten wir noch auf der Käserei Lann Alm Rast, dort wurde ein Almfest mit Bergmesse, Musik und Gegrilltem veranstaltet. Das machen wir bald wieder, so ein Kurzurlaub tut schließlich allen einmal gut.
Heute müsste auch Matin wieder vom Urlaub zurückgekommen sein also höre, ich kenne die Richtung für Etappe III schon, habe die Wirtin gefragt. Und übrigens, ich habe mir endlich neue Trekkingstöcke zugelegt. Was würdest du am Mittwoch Abend von der Bettelwurfhütte halten, sind ca. 1.000 Hm und 1,5 Std bis oben. Hozi, solltest du das lesen, komm auch mit. Wir hören uns.







Sonnwendfeuer am Kuhmöser













Schon Wochen zuvor sind einige ganz fleißige mit Brennholz am Rücken auf den Kuhmöser gewandert, um zur Sonnwend ein schönes großes Feuerchen auf dem Gipfel zu entzünden. Leider war das Wetter am 19.06.2010 derart mieserabel, dass wir um eine Woche verschieben mussten. Siehe da, die Begeisterung schwand in dieser Woche bei den meisten so, dass von ca. 15 Leuten nur noch 6 übriggeblieben sind. Dies tat unserem Vorhaben jedoch keinen Abbruch, mit Andrea und Gorgi, Elke und Stradi, Holzi mir und noch 4 anderen Bergbegeisterten wurde bis nach Mitternacht gefei(eu)ert und gelacht.
Bei dieser Gelegenheit konnte ich gleich mein Biwakzelt Bivi I testen. Hätte ich nicht beim Schlafsack gespart, dann wäre die erste Nacht auf 2.200 Hm perfekt verlaufen. So bin ich einige male aufgewacht um mir vorzunehmen, bei nächster Gelegenheit mal einen guten Schlafsack zu besorgen. Spätesten für Vendig Etappe III.

Bockertour auf die Nockspitze









Wie schön, heute ist Mittwoch, das heißt ab in die Berge nach getaner Arbeit! Über die Birgitzer Alm (ca. 40 Min.) auf das Birgitzköpfl Haus und weiter auf die Nockspitze (noch einmal ca. 1 Std). 5 Min. später waren wir auch noch bei einem Kreuz, aber leider weiß ich nicht wie das hieß, diese Info kommt nach. Hm. ca. 1.050. Die Schotterreiße von der Nockspitze und der super glatte Forstweg mit dem Bockerl brachten uns in nicht einmal einer Stunde von der Nochspitze wieder zum Auto am Adelshof. Super geile "Mittwochnachderarbeittour"
Jetzt kommen mal 3 Wochen Bergpause mit Martin vor es weiter mit der Venedigtour geht, da dieser sich mit seiner Family nach Sardinien in den Urlaub verabschiedet. Schöne Urlaubstage und erholt euch gut,
Grüße Günter

Venedig II Etappe "seven+three Tuxer summits"






































Martin und ich haben unser Vorhaben, über die Alpen nach Venedig zu gehen endlich gestartet. So nach der Vorlage "Die Bergtour ans Meer" von Waltraud und Gerald Aichner. Die I Etappe Scharniz - Hall wird auf später verschoben, da warten wir auf Holzi.

Nun zur II Etappe, von der Glungezer Hütte zur Lizumer Hütte. Start vom Parkplatz Neue Gufel auf die Glungezer Hütte, Hm ca. 1.400, mit Übernachtung im Winterlager. Am Morgen dann die Überschreitung:
1. Glungezer, 2. Gamslanerspitze, 3. Kreuzspitze, 4. Rosenjoch, 5. Grünbergspitze, 6. Grafmartspitze, 7. Naviser Sonnenspitze, 8. Nördliche Schoberspitze, 9. Mölser Sonnenspitze und 10. über das Klammjoch zur Lizumer Hütte. Hm ca. 1.200, Entfernung km ca. 16 in ca. 8 Stunden.

Da bei der Tourenplanung unser Karl Gabel alias "Holzi" leider nicht von Anfang an mit eingebunden war, erfuhren wir erst auf der Tulfeiner Alm dass die Glungezer Hütte geschlossen ist. Wir füllten unserer Wasservorräte in den neuen 3 Liter Trinkblasen auf, die Martin Gottseidank noch am Freitag besorgt hat, und machten uns auf den Weg nach oben in der Hoffnung, dass das Winterlager alles bietet was wir zum übernachten brauchen, wir wurden nicht enttäuscht. Vor dem einschlafen gab uns "Karl" telefonisch noch alle Wetterdaten durch und huldigte die Englische Queen.

Auf Abendessen und Frühstück mussten wir Notgezwungen verzichten, aber eine Mannerschnitte am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen. Wer braucht denn schon Nahrung? Trotz schlechter Wetterprognose wurden wir von starkem Regen verschont, Wind und Nebel waren jedoch unsere ständigen Begleiter. Wenn man diese Widrigkeiten bedenkt, ist es schon eine super Sache dass wir fröhlich und gesund in der Lizumer Hütte angekommen sind.

Doch da wartete die eigentliche Herausforderung der II Etappe, die Spagetti Arrabiata, alle Gipfel waren nichts gegen diese Schärfe, so ins schwitzen bin ich den ganzen Tag nicht gekommen! Aber ein guter Bergsteiger weiß wann er aufgeben muss, und ich habe aufgegeben (Verpflegung ist aber 1a. auf der Lizumer Hütte)

Vorsorglich wie wir sind, haben wir am Freitag bereits unsere Bikes auf dem Parkplatz Lager Walchen deponiert, die letzten Kilometer über das Gasthaus Säge bis Vomp nach Hall waren noch eine willkommene Abwechslung auf unserem "Hikingbiking Trip"

Etappe III von der Lizumer Hütte nach Sterzing werden wir nach unseren Sommerurlauben angehen.

Kemater Alm Sonntagsköpfl







Ja, endlich ist der Boden so wie wir ihn brauchen, trocken, Schneefrei, ohne Rodler, Radler oder Wanderer, relativ eben und mit einem Steigungswinkel der unsere Bremsen nicht zum glühen bringt. Mittwoch ist ja Martins und mein "Mittwochnachderarbeitbewegungstag", also nichts wie raus in die Berge. Eigentlich wollten wir auf die Kemater Alm, und dann mit dem Bockerl wieder runter. Aber wie das mit uns so ist, nach einer Stunde waren wir schon am Ziel und sind dann gleich eine halbe Stunde weiter zur Adolf Pichlerhütte. Um die 1.000 Hm für unser "Mittwochnachderarbeitbewegungspensum" zu erreichen, nahmen wir das Sonntagsköpfl in unsere Runde auf, um dann wieder auf der Kemater Alm die Bockerl startklar zu machen. Die scharfkantige Bergsiluette kündigte bereits die nahende Dunkelheit an, da wir aber unsere neuen Stirnlampen dabei hatten war dies eher Grund zur Freude. Nach 12 Minuten heißer Abfahrt mit Kuhslalom sind wir bereits wieder beim Auto. Also das war wirklich ein schöner Bockerauftakt für das Jahr 2010.

Pizza vom Italiener


Lange habe ich darauf warten müssen, bis ich mal eine Pizza vom Italiener frei Haus bekomme. Oft schon hat er von seiner Pizza geschwärmt und mir ist beim bergln das Wasser im Mund zusammen gelaufen. Gestern war es dann soweit, mit samt seiner Familie ist Martin angereist und hat Pizza für alle gezaubert. Mit viel Liebe zum Detail und südländischem Flair auf der Terrasse wurde es eine wirklich nette Pizzaparty. Sogar ein wenig Planung für unsere Vendigtour haben wir trotz viel Ablenkung spät am Abend noch erledigt. Nächstes Wochenende werden wir zum Vatertag von der Glungezer Hütte zur Lizumer Hütte marschieren. Venedig wir kommen!
Wir freuen uns schon auf die nächste Pizzaparty mit Original italienischem Pizzakoch.

Das Holz(i) ist oben

Tja, Holzi hat wieder einmal dafür gesorgt, dass jeder ein paar Holzscheite auf den Berg trägt um am 19.06.2010 auf dem Kuhmesser ein Bergfeuer zu entfachen. Kersti und Peter, Bani, Holzi, meine Tochter Vicky und ich haben schon die erste Ladung unter dem Gasdepod verstaut. Dize und Georg werden den Rest raufschaffen. Jetzt können wir nur hoffen, dass beim Herzjesufeuer am 12.06.2010 keiner die glorreiche Idee hat unser Holz abzustauben. Schaun wa mal!!!


Der Südtiroler lässt nicht lange auf sich warten


hab ich es doch gewusst, Martin konnte nicht wiederstehen und hat sich heute auch ein Vaude Biwi gekauft. In grün, um sich vor der Österreichischen Bergwacht zu tarnen. Das ist sicherlich noch ein Überbleisel von früher. Ich freue mich schon richtig auf die erste Übernachtung in luftiger Höhe, ich dachte da so an 2.500 Hm oder mehr. Je nach Schneegrenze.
Super Martin weiter so!!!

Leben in Gelee

Mein ehemaliger Bergfreund Günther, auch Lampi genannt, hat mich einmal beim Weg auf die Praxmarkarspitze gefragt: "Solltest du je ein Buch schreiben, wie wird es heißen und wovon würde es handeln?" Mir schwirrte immer schon eine Geschichte im Kopf herum. "Leben in Gelee" Was mag das heißen? Ich bin mir auch nicht ganz sicher, aber es ist so ähnlich wie der Spruch mit der Aktion und er Reaktion. Wenn man irgendwo beim Geleeklumpen mit dem Finger anstupst, dann wird das überall im Gelee zu spüren sein. Wie im Leben. Egal was man macht, keiner muss Hoffnungen oder Ängste haben, das seine Handlung keine Auswirkung hat. Egal wo man anstupst, jeder wird es auf die eine oder andere Art merken. Alles im Leben hat Folgen, also aufgewacht ihr Faulsäcke, oder Vorsicht ihr Schurken, aber auch keine Angst ihr Verzweifelten. Wir leben alle in einem großen Geleeklumpen, die ganze Welt ist eingegossen in Gelee, alles vibriert und ist in Bewegung und wir sind mitten drin. Schicksal ist nicht nur irgend ein Ereignis, nein es ist die Summe aller Schwingungen in dessen Zentrum ich mich gerade befinde. Ein Physiker begründet das wahrscheinlich damit, das wir hauptsächlich elektromagnetische Schwingungen wahrnehmen wie Schall, Licht, Wärme oder Optische Reize, alles Schwingungen in Gelee. Wenn man sich vorstellen müsste was einen Jumbojet in der Luft hält dann wird es schwierig, leichter wird es wenn man sich den Jet in einen Geleeklumpen hineindenkt, da bräuchte er wahrscheinlich nicht einmal mehr einen Antrieb um oben zu bleiben - wie eine Bergdole die am Himmel parkt und auf den Rest meiner Jause wartet. Damit will ich sagen, was zuerst schwer erscheinen mag ist im rechten Blickwinkel betrachtet eine einfach Angelegenheit. Wenn ich mir einen Blog zulege der mir ermöglicht meine Gedanken in das Netz zu stellen, von meinen Bergtouren, Erlebnissen oder neuen Ausrüstungsgegenständen erzähle, dann erzeuge ich im Gelee vielleicht eine Schwingung die dich Abenteuer spüren lässt. Die Schwingungen der Welt hält unser Gelee geschmeidig wie die Sohle eines Bergschuhs. Liegt der nur im Schrank fällt er einfach vom Schuh, wird er getragen bleibt die Sohle geschmeidig und bringt dich auf die höchsten Gipfel dieser Welt!

Ich bin froh, das ich mal die Gelegenheit bekommen habe meine Gedanken los zu werden, sind ja schließlich Hirnwellen, also auch Schwingungen im Gelee des Lebens die nicht ohne Folgen bleiben, oder!?

Figln Stempeljoch über Pfeisspitze











Wieder auf der Pfeisspitze, diesmal mit Holzi. Lange wird figln nicht mehr möglich sein, es ist zwar noch genug Schnee vorhanden, der ist aber hart und nass. Trotz lausiger Wettervorhersage lässt sich Holzi diesmal nicht abhalten den Berg zu besteigen. Ich bin richtig stolz auf dich Alter. Seine Rechnung ist aufgegangen, kein Regen und am Nachmittag sogar etwas Sonne. Wie zuvor mit Martin sind wir über die Pfeisspitze in Richtung Stempeljoch gefiglt. Die Abfahrt vom der Pfeisspitze war wunderbar, das Stempeljoch leider schon etwas zu pampig, mit Martin war es eigenartigerweise genau umgekehrt. Da meine Schnürfiegl von Stuffel leider am Obernberger Triebulaun geblieben sind, habe ich von Vicky die Fiegl mit Bindung an den Beinen. Die passen leider überhaupt nicht. Der harte Schnee und die lasche Bindung machten mir die Abfahrt vom Stempeljoch nicht leicht. Holzi jedoch fuhr Profimäßig bis zur Schneegrenze, es war wie immer ein Genuss. Ein Bierchen auf der Magdeburger vervollständigte diese vielleicht letzte Fiegltour 2010. Die Vorbereitungen für Venedig und das Bergfeuer am Kuhmesser laufen schon, bloß nichts anbrennen lassen.

Fiegln vom Stempeljoch am 29 Mai 2010

Biwak Zelt und Balsalmico Essenz




Ich wollte eigentlich nur bei Holzi und Vicky vorbeischauen, um mir Figl auszuleihen. Geblieben bin ich dann den ganzen Nachmittag und folgenden Ereignissen. Ich durfte Balsalmico Essenz auf meinen Parmesan träufeln, die, man möchte es nicht glauben älter als die Chinasauce war, die ich zum leckeren Mittagessen dazu bekam. Wenn man Holzi glauben darf, dann war der Essig ca. 15 Jahre alt. Hat aber so gut geschmeckt das ich mir die günstige Version bei Billa besorgte. Das Highlight des Tages war aber die Erstellung dieses Blogs, den ich eigentlich schon länger im Sinn hatte. Als wäre das nicht genug, haben Holzi und ich gemeinsam ein Biwak Zelt für zukünftige Bergtouren bestellt. Wir haben uns schon länger damit befasst, und die Gelegenheit beim Schopf gepackt. Da wir zwei Zelte kauften, konnten wir den Preis des Vaude Biwi I von € 149,00 auf € 125,00 drücken, und Schwubs haben wir schon zugeschlagen und gekauft. Martin ich kann nur sagen, Venedig ich komme. Da ich nicht so ein Kämpfer bin wie du, werde ich gepflegt in einem Zelt nächtigen.

Figln Obernberger Tribulaun
















Super, endlich gehe ich mit meinen liebsten Bergfreunden gemeinsam eine Bergtour. Holzi mein Navigator und Mann des Vertrauens, und Martin der Kämpfer und Südtiroler der mir im Lauf der Zeit ans Herz gewachsen ist. Zusammen haben wir sozusagen Erfolgsgarantie. Nur Günther fehlte noch, aber der hatte Blasen auf den alten Postlatschen, vielleicht das nächste mal. Die Tour auf den Obernberger Tribulaun habe ich mit Holzi schon voriges Jahr erlebt. Ein muss im Frühjahr. 1000 Hm abwärts mit Sicht auf den Obernberger See. Wir hatten ein Traum Wetter und super Schneebedingungen, so konnten wir den Gipfel nach ca. 3,5 Stunden erreichen. Ich bin heute mit den Figl von Stuffel unterwegs, die mir Günther großzügigerweise überlassen hat. Ist es Zufall oder wollte mir Stuffel etwas mitteilen, jedenfalls ist mir ein Figl auf dem Gipfel, quasi beim jausnen, unbemerkt und unauffindbar ins Tal abgehauen. Ich musst die 1000 Hm also wieder hinunterlaufen während Holzi und Martin einer nach dem anderen abging, sorry ich meinte natürlich während Holzi und Martin die Abfahrt ihres Lebens hatten. Wie es auch sei, es war für alle ein super toller Tag den wir mit einem Schläfchen am See abrundeten.










Figln Pfeiserspitze, Stempeljochspitze Stempeljoch











Ja, heute haben Martin und ich nachgeholt, was Tage zuvor gescheitert ist. Über die Lattenspitze zur Pfeisspitze und abfigln zum Stempeljoch. Aufstieg zur Stempeljochspitze, um dann endlich über das Stempeljoch in das Halltal zu figln. Dies war Martins erste Figltour, und bei mir die zweite. Nachdem Martin schon von der Pfeisspitze abfuhr als hätte er nie etwas anderes gemacht, surfte er auf den flachen und ungefährlichen Matschlawinen von der Stempeljochspitze talwärts. Kurz darauf standen wir vor dem Stempeljoch und ich konnte es kaum erwarten endlich abzufahren. Super Wetter und ein wirklich schönes Erlebnis. Endlich habe ich mit Figl das Stempeljoch bezwungen, bisher musste ich immer mit den Bergschuhen abfahren. War aber auch lustig.

Martins erste Fieglabfahrt, nicht gerade ein leichter, aber dafür ein umso schönerer Einstieg in die Welt des fieglns. Ich wurde letztes Jahr auf dem Obernberger Tribulaun von Holzi das erste Mal zum figln mitgenommen.